Steigende Mieten, demografische Veränderungen und soziale Isolation fordern neue Wohn- und Lebensformen. Frauen aller Altersgruppen – von Studentinnen über Familien bis zu Rentnerinnen – stellen sich die Frage, wie sie in Zukunft leben wollen.

Besonders ältere Frauen möchten im vertrauten Umfeld bleiben, ihre Selbstständigkeit bewahren und Pflege in den Alltag integrieren.
Dieses Seminar beleuchtet, wie sich Wohn- und Lebensentwürfe im Laufe der Zeit ändern und welche Ansprüche an Gesellschaft und Politik gestellt werden, um eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Gemeinsam erkunden wir kreative und solidarische Lösungen für ein nachhaltiges und erfülltes Leben in Frankfurt.

Südtirols Geschichte ist von Krieg, Vertreibung und Terror geprägt. Heute ist davon kaum noch etwas zu spüren: Die Region ist nicht nur ein Beispiel für gelungenes multikulturelles Zusammenleben in Europa, sondern auch für erfolgreiche Regionalentwicklung.

Wir beschäftigen uns mit der deutsch-österreichisch-italienischen Geschichte und lernen vor Ort die aktuelle wirtschaftliche, soziale und politische Situation kennen.
Was können die Europäische Union und die Bundesrepublik Deutschland von Südtirol lernen? Wie wirken sich die Entwicklungen der Europäischen Union auf die Region aus – und wie wirkt die Region auf die Europäische Union zurück?
Durch diese Fragestellungen möchten wir eine stärker europäische Sichtweise entwickeln. Kann das Regionalentwicklungsmodell eines anderen Landes uns Ideen für unser eigenes Gemeinwesen liefern?

Viele Regionen der Welt – auch die Alpen – sind von Wasserkrisen betroffen. Als „Wasserschloss Europas“ versorgen die Gletscher zahlreiche Flüsse als Lebensadern derRegion. Der Klimawandel und Großbaustellen für Speicherkraftwerke, wie im Kühtai, verschärfen jedoch die Wasserversorgungslage und verändern die Natur nachhaltig.

Wir widmen uns in diesem Bildungsurlaub aktiv dem Thema Wasser in den Alpen. Wir
erarbeiten Dimensionen des Rechts auf Wasser und nehmen Wasserkämpfe in der Region
unter die Lupe. Dazu bewegen wir uns: auf Wasser bei Gletscherwanderungen, im Wasser beim Canyoning sowie zur Großbaustelle im Kühtai.

Wir erleben die Kraft und Schönheit des Wassers, machen den Verlust von
Wasserressourcen sowie deren Auswirkungen greifbar und entwickeln individuelle und
kollektive Handlungsoptionen zum Schutz. Dabei weiten wir unseren Blick auch auf
Wasserkämpfe im globalen Süden.

Die Reise beinhaltet mehrere Wanderungen. Daher sind feste Schuhe und Trittsicherheit notwendig.

Weimar ist ein Ort, an dem deutsche Geschichte in besonderer Weise sichtbar wird. Hier wurde 1919 die erste parlamentarische Demokratie gegründet – ein Aufbruch, der Hoffnung und Vielfalt versprach, aber auch an seinen Feinden zerbrach. Zugleich ist Weimar weltbekannt als Stadt der Klassik, des Bauhauses und einer lebendigen Kultur, die immer wieder neue Impulse setzte.

Im Bildungsurlaub gehen wir den Spuren dieser wechselvollen Geschichte nach: wir forschen im Stadtmuseum und dem Nationaltheater und besuchen die Gedenkstätte Buchenwald. Wir fragen, was wir aus den Erfolgen und dem Scheitern der Weimarer Republik lernen können – und wie wir Demokratie heute lebendig, solidarisch und wehrhaft gestalten.

Der Bergpfad zwischen Banyuls-sur-Mer (Frankreich) und Portbou (Spanien) ist ein Erinnerungsort an Fluchthilfe und Exil: Ende der 1930er flohen Hunderttausende vor dem Franco-Regime nach Frankreich, in den 1940er Jahren suchten Jüdinnen und Juden und politisch Verfolgte auf umgekehrtem Weg Schutz vor nationalsozialistischer Verfolgung.

Im Mittelpunkt steht der 13 Kilometer lange „Chemin Walter Benjamin“, den wir an einem Tag gemeinsam erwandern. Dabei sind 531 hm▲/531 hm▼ auf einem stellenweise unbefestigten, steinigen Pfad zu überwinden – eine gute körperliche Konstitution für die 6–8-stündige Wanderung wird vorausgesetzt.

Begleitend setzen wir uns mit dem Spanischen Bürgerkrieg, den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs in Südfrankreich und mit den Berichten widerständiger Zeitzeug*innen wie der Fluchthelferin Lisa Fittko und dem Anarchisten Abel Paz auseinander.

(inkl. Feiertag am 4.6.)

Die Reise beinhaltet eine Wanderung. Daher sind feste Schuhe und Trittsicherheit notwendig.

KI (Künstliche Intelligenz) verändert unseren Alltag, oft unbemerkt, aber tiefgreifend. Von Sprachassistenten über personalisierte Werbung bis hin zu automatisierten Entscheidungen in Medizin, Verkehr und Bildung: KI ist längst Teil unserer Lebenswelt geworden. Doch wie funktionieren diese Technologien? Welche Chancen bieten sie – und welche Risiken? Wie können wir als Gesellschaft den Umgang mit KI aktiv und verantwortungsbewusst gestalten?

In diesem Seminar beleuchten wir zentrale Fragen rund um die Anwendung von KI im Alltag. Wir stellen aktuelle Innovationen vor und diskutieren deren ethische, soziale und politische Implikationen.

Themenschwerpunkte:

  • Grundlagen und Anwendungsfelder von KI
  • Chancen, Herausforderungen und Gefahren für Arbeit, Bildung und Privatsphäre
  • Ethische Leitlinien und Regulierungsansätze
  • Diskriminierung und Verantwortung bei algorithmischen Entscheidungen
  • Beteiligung, Transparenz und gesellschaftlicher Dialog

Neben fachlichem Input erwarten Sie interaktive Formate, Diskussionen und praxisnahe Beispiele. Das Seminar richtet sich an alle, die sich kritisch mit den Auswirkungen von KI auseinandersetzen möchten – unabhängig von Vorkenntnissen.

Während die Skyline wächst, nimmt die Armut zu. Nirgendwo in Deutschland sind die Gegensätze von Armut und Reichtum so sichtbar wie in dieser kleinen Großstadt am Main. Während einige ums Überleben kämpfen, werden Stadtteile für Gutverdienende aufgewertet, und Wohnungen stehen als Spekulationsobjekte leer. Wie gehen die Bürger*innen Frankfurts mit diesen Widersprüchen um? Wer profitiert und wer leidet? Diese Fragen leiten unsere Erkundung der Stadt der Gegensätze. Mit Expert*innen, Exkursionen und intensivem Austausch suchen wir Antworten, die so vielfältig sind wie die Stadt selbst.

Warum sollten wir uns schon jetzt mit dem Tod beschäftigen? Weil er uns alle irgendwann betrifft – und es sinnvoll ist, vorbereitet zu sein. In diesem Seminar widmen wir uns den gesellschaftlichen und persönlichen Herausforderungen des Sterbens: Welche Vorsorgemaßnahmen – von der Patient*innenverfügung bis zum Testament – sollten wir rechtzeitig angehen? Gemeinsam lernen wir, welche wichtigen Fragen wir für uns und unsere Angehörigen im Voraus klären sollten.

Wir besuchen ein Hospiz, einen Letzte Hilfe Kurs und einen Bestatter in Frankfurt, um ihre Arbeit und Perspektiven kennenzulernen. Dabei diskutieren wir, was ein „gutes Sterben“ bedeutet und wie Solidarität bis zum Tod – und darüber hinaus – gelebt werden kann.

Bildungsurlaub zur effektiven Prävention von Zivilisationskrankheiten bei steigenden beruflichen Anforderungen in der Leistungsgesellschaft

Der innere und äußere Trubel der heutigen Zeit und die vielfältigen Herausforderungen lenken unsere Aufmerksamkeit häufig an die Oberfläche und machen uns atemlos und leer. Immer wieder konfrontiert uns der Berufsalltag mit unvorhersehbaren Kräften, die von innen und außen auf uns
einwirken und uns aus unserer Mitte stoßen. Wir brauchen einen Zugang zu dem inneren Ort, an dem unsere Seele zur Ruhe kommt, und der ein riesiges Energiepotential für uns bereithält!

Welche Zugänge gibt es zu diesem inneren Ort und welche Hindernisse gibt es dabei? Was hat meine innere Datenbank mit meinen Reaktionen zu  tun? Wie gehe ich körperlich und mental mit Stressoren um? Wie lässt sich meine Resilienz stärken?

In diesem Bildungsurlaub erkunden wir das elementare Thema der Prävention von Zivilisationskrankheiten mit Vorträgen, Meditationen, Übungen in der Natur, mentalem Training, vielfältigen Entspannungstechniken und Körperübungen aus dem Yoga. Ziel ist es, sich in seinem Berufsfeld bewusster wahrzunehmen und einzugliedern sowie Stress- und Konfliktsituationen im Berufsleben besser zu verstehen und auszugleichen.

Stressbewältigung und Resilienz als gesellschaftliche Herausforderung – Strategien zur Förderung der psychischen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit im Kontext steigender beruflicher Anforderungen und sozialer Belastungen

Beruflichem Stress entspannt begegnen.

Jeder Mensch erlebt Stress auf seine eigene, individuelle Art – insbesondere im Berufsleben, wo Zeitdruck, hohe Anforderungen und ständige Erreichbarkeit häufige Stressoren darstellen.

In diesem 3 tägigen Bildungsurlaub lernen Sie wirksame Entspannungsverfahren kennen, um Stress im beruflichen Alltag zu regulieren.
Progressive Muskelrelaxation, autogenes Training, Klangschalenanwendungen, Fantasiereisen, Meditation und Atementspannung unterstützen Sie, Körper und Geist zu beruhigen, Ihre Konzentrationsfähigkeit zu steigern und Ihre Arbeitsleistung zu verbessern. Sie erfahren, wie Sie diese Methoden in den Arbeitsalltag integrieren können, um die Work-Life-Balance und Resilienz zu stärken.

Dies führt zu einer besseren Work Life Balance und fördert ihre Resilienz gegenüber beruflichen Herausforderungen – denn Arbeitszeit ist Lebenszeit.