Unter dem Leitmotiv „City / Care / Commons“ widmet sich die Herbstakademie aktuellen Fragen einer gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung:

  •  Wie lassen sich historische Impulse aus dem „Neuen Frankfurt“ (1925–1930) in heutige sozial, ökologisch und ökonomisch gerechte Stadtentwicklungsstrategien übersetzen?
  • Welche Ansätze gibt es für eine gerechte Wohnungs- und Bodenpolitik?
  • Wie kann der Bestand als Ressource und Gemeingut umgenutzt und weiterentwickelt werden?
  • Welche Infrastrukturen der urbanen Fürsorge sind notwendig?
  • Wie lassen sich Sorgearbeit, Räume und Ressourcen gemeinschaftlich organisieren?

Die Akademie schlägt Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft:

  • Sie nimmt das „Neue Frankfurt“ zum 100-jährigen Jubiläum als historisches Referenzprojekt.
  • Sie bezieht aktuelle Ausstellungen (Museum Angewandte Kunst, Historisches Museum, Deutsches Architekturmuseum) in das Programm ein.
  • Sie verbindet Wissenschaft, Verwaltung, Zivilgesellschaft und kulturelle Praxis.

Vormittags arbeiten die Teilnehmenden in Seminaren bei einer Mentorin. Nachmittags werden die Gruppen in gemeinsamen Workshops, Exkursionen und Ausstellungsbesuchen zusammengeführt. Abends finden öffentliche Diskussions- und Kulturveranstaltungen statt.

In diesem einwöchigen Seminar für Auszubildende der Stadt Frankfurt steht die Frage im Mittelpunkt, wie wir unsere Demokratie aktiv mitgestalten und im digitalen Raum für ein respektvolles Miteinander eintreten können.
Gerade online geraten demokratische Werte zunehmend unter Druck: Hasskommentare, Hetze und Diskriminierung sind im Netz allgegenwärtig. In Berlin setzen wir uns intensiv mit dem Thema Hate Speech auseinander: Was genau ist darunter zu verstehen? Welche Auswirkungen hat digitale Gewalt auf Betroffene und auf unsere Gesellschaft? Und vor allem: Wie kann ich als Einzelne*r aktiv werden?
Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Hintergründen von Hassrede liegt der Schwerpunkt auf digitaler Zivilcourage: Wir erarbeiten gemeinsam Handlungsstrategien, wie man online Haltung zeigen, Betroffene stärken und Gegenrede leisten kann – ohne sich selbst zu gefährden. Dazu nutzen wir Methoden wie Gruppenarbeit, Rollenspiele, Diskussionen und kreative Medienarbeit.
Das Seminar bietet Raum für Austausch, Reflexion und persönliches Wachstum. Wir wollen gemeinsam lernen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und uns für ein demokratisches, faires und solidarisches Miteinander – online wie offline – einzusetzen.