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Noch Plätze frei – Deutsch-Französische Azubi-Begegnung

Green Skills – Gemeinsam lernen, nachhaltig handeln


Was hat Nachhaltigkeit mit meiner Ausbildung zu tun? Wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus? Und wie können sich jungen Menschen für Veränderung europaweit vernetzen und einsetzen?
Eine Woche lang treffen sich Auszubildende aus Hessen und der französischen Partnerregion Nouvelle-Aquitaine in Karlsruhe, um genau diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Gemeinsam entdecken wir die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, schauen uns spannende Beispiele vor Ort an und entwickeln eigene Ideen für eine nachhaltigere Ausbildung und Arbeitswelt.
Außerdem geht es um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich (nicht nur) im Ausbildungssystem. Ob bei gemeinsamen Exkursionen in und um Karlsruhe, bei Gruppenaktivitäten oder einfach beim entspannten Beisammensein – der Bildungsurlaub bietet die Möglichkeit sich auszutauschen und neue Freundschaften über Grenzen hinweg zu knüpfen.


Teilnahme ab 18 Jahren möglich.

Anmeldung hier möglich: https://aul-hessen.de/veranstaltung/green-skills-gemeinsam-lernen-nachhaltig-handeln/

Hundstadt hat eine bemerkenswerte jüngere Vergangenheit; es ist zwar ein recht kleiner Ort, ist aber mit den zahlenmäßig meisten Lagern im Usinger Land versehen gewesen. Diese bestanden zeitweise nacheinander, aber auch parallel zueinander in verschiedenen Bereichen von Hundstadt.
Ausgang dafür war zuerst der Reichsarbeitsdienst (RAD), der bereits im Juli 1933 in Laubach ein Lager errichtete, das später dann aber nach Hundstadt verlegt wurde. Dessen Bau begann hier Ende März 1935 und wurde dann im Juli 1936 als RAD-Lager „Bemelberg“ eingeweiht, belegt mit der RAD-Abteilung 4/252. In der Nähe dazu wur-den weiterhin drei Holzbaracken für die dortige RAD-Führung aufgebaut. – Daneben wurde auf einem anderen größeren Geländeabschnitt von Hundstadt – in Vorbereitung auf den Zweiten Weltkrieg – im Oktober 1937 die „Heeres-Nebenmunitionsanstalt Wilhelmsdorf“ geplant, dessen Bau dort dann im Juli 1938 begann. Zur Unter-bringung von ausländischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, die in der „Muna“ später zur Arbeit eingesetzt werden sollten, entstand daneben dann auch noch ein weiteres Lager mit der zynischen Bezeichnung „Waldfrie-den“.
Nachdem viele der RAD-Angehörigen zum Kriegsdienst an der Front eingesetzt wurden, wurde auf dem Gelände des RAD-Lagers „Bemelberg“ ein Wehrertüchtigungslager der Hitlerjugend (HJ) eingerichtet, um auch die Ju-gend auf den späteren Kriegsdienst vorzubereiten. – Und im Zusammenhang mit der Untertageverlagerung vor allem der Propellerproduktion der VDM Luftfahrtwerke an und in den „Hasselborner Tunnel“ wurde dort dann im Frühjahr 1944 noch ein Außenlager des „Arbeitserziehungslagers“ in Frankfurt-Heddernheim errichtet, ein „Konzentrationslager der Gestapo“, bekannt als „KZ Rhein-Main“.
Nach dem Ende der Nazi-Herrschaft wurde es von der amerikanischen Armee im April 1945 kurzzeitig in ein Lager für deutsche Kriegsgefangene umgewandelt. Daneben entstand aber auch ein Lager für Displaced Persons (DP), für vom Nazi-Regime verschleppte ausländische Zwangsarbeiter, die wieder zurück in ihre bisherige Heimat oder aber in eine neue wollten. Aus der, nach dem Krieg wieder neu entstandenen Tschechoslowakei kamen im Mai 1946 von dort vertriebene Sudetendeutsche nach Hundstadt, die in alle vier bisher dort existierenden Lager verteilt wurden, unter Einschluss auch der „Muna“. In den nachfolgenden Jahren fanden viele von diesen endgültig in Hundstadt selbst oder aber auch in der näheren Umgebung eine neue Heimat.
1958 folgte dann die vorerst letzte Etappe in der Geschichte der „Muna“: Den dortigen Bewohnern und kleinen Betrieben (einschließlich denen im daneben liegenden Lager „Waldfrieden“) wurden auf Betreiben des Bundesin-nenministeriums gekündigt, um die „Muna Hundstadt“ als Zentrallager des Bundesgrenzschutzes (BGS) nut-zen zu können. Aus diesem wurde dann am 1. Juli 2005 das zentrale „Versorgungslager Hundstadt“ der Bun-despolizei, das als einziges Lager bis in die heutige Zeit in Hundstadt verblieben ist.

Anmeldungen nimmt die Volkshochschule Hochtaunus entgegen: Füllerstraße 1, 61440 Oberursel/Ts., Telefon: 06171 / 58 48-0; e-mail: info@vhs-hochtaunus.de; Internet: http://www.vhs-hochtaunus.de/.

Veranstalter: „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“, gefördert von „Arbeit und Leben Hessen

Vorgestellt werden die Ergebnisse intensiver Quellenforschung in deutschen, britischen, israelischen und amerikanischen Archiven über Orte im Taunus, die im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielten. Die Bauwerke und Infrastruktur dieser Orte sind u. a. durch Zwangsarbeit von Häftlingen aus Konzentrationslagern entstanden. Anhand von konkreten Beispielen wird das menschenverachtende Nazi-Programm der „Vernichtung durch Arbeit“ dar-gestellt.
Im Einzelnen wird berichtet über das KZ-Außenlager „Tannenwald“ neben Schloss Kransberg (Stammlager: Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar/Thüringen), damals als Teil des ehemaligen Führerhauptquartiers „Adlerhorst“ ein Hauptquartier von Himmler und Göring; weiterhin über das KZ-Außenlager Merzhausen auf dem ehemaligen Flugplatz des Führerhaupt-quartiers (SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück) und über das KZ-Außenlager Hundstadt am Hasselborner Tunnel („Arbeitserziehungslager“ der Gestapo in Frankfurt-Heddernheim).

Anmeldungen nimmt die Volkshochschule Hochtaunus entgegen: Füllerstraße 1, 61440 Oberursel/Ts., Telefon: 06171 / 58 48-0, Telefax: 06171 / 58 48-10, e-mail: info@vhs-hochtaunus.de, Internet: http://www.vhs-hochtaunus.de/.

Veranstalter: „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“, Arbeitsgemeinschaft für politische Bildung im Hochtaunuskreis, gefördert von „Arbeit und Leben Hessen“, in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen Bad Homburg und Hochtaunus.

Wie vielfältig ist unsere Gesellschaft wirklich – und welche Rolle spielst du dabei? In diesem Bildungsurlaub gehst du in Hamburg auf Spurensuche zu den Themen Vielfalt, Geschlecht und Diskriminierung.

Gemeinsam erkundet ihr St. Pauli, trefft Expert*innen aus der Praxis, diskutiert über Vorurteile, Hate Speech und gesellschaftlichen Zusammenhalt und entwickelt eigene Ideen für ein respektvolles Miteinander.

Freu dich auf spannende Workshops, Exkursionen, Diskussionen und den Austausch mit anderen Auszubildenden. Eine Woche voller neuer Perspektiven, interessanter Begegnungen und Impulse für deinen Alltag, deinen Beruf und unser Zusammenleben.

In Kooperation mit dem Jugendbildungswerk Frankfurt

Anmeldeschluss: 15. Juli 2026.

„Next Generation Europe – Entdecken.Verstehen.Gestalten / Découvrir. Comprendre. Façonner.“

„Next Generation Europe – Entdecken.Verstehen.Gestalten / Découvrir. Comprendre. Façonner.“

Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen, die sich für ein Gruppenfoto auf einer Treppe aufgestellt haben. Im Hintergrund steht eine Vielzahl europäischer Nationalflaggen, darüber hängt ein großes Banner mit den gelben Sternen der Europaflagge auf blauem Grund.

In der Woche vor Weihnachten trafen sich Auszubildende aus Hessen und der französischen Partnerregion Nouvelle-Aquitaine zu einem deutsch-französischen Austauschtreffen in Straßburg. Unter dem Titel „Next Generation Europe – Entdecken.Verstehen.Gestalten“ kamen insgesamt 18 junge Erwachsene zusammen, um sich eine Woche lang mit europäischen Themen, demokratischem Engagement und ihren Erfahrungen und Visionen als junge Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union auseinanderzusetzen. Organisiert wurde die Begegnung von
Arbeit und Leben Hessen und der Fondation INFA, die Kernthemen der beiden Organisationen – politische Bildung auf der einen und Berufsbildung auf der anderen Seite – haben sich hier hervorragend ergänzt. Finanziell unterstützt wurde die Fahrt durch das Deutsch-Französische Jugendwerk, die Hessische Staatskanzlei sowie den Conseil Régional Nouvelle-Aquitaine.

Tagungsort war das Centre Européen pour la Jeunesse de Strasbourg im Europaviertel der Stadt – in unmittelbarer Nähe zu den europäischen Institutionen und selbst eine Einrichtung des Europarates. Neben inhaltlichen Einheiten zur Geschichte Europas und der Regionalpartnerschaften, zur Europäischen Union und zur europäischen Jugendpolitik standen Austausch, Diskussionen und Exkursionen auf dem Programm. Ein besonderer Höhepunkt für viele Teilnehmende war der Besuch des Europäischen Parlaments, bei dem eine laufende Debatte zum Thema europäische Asylgesetzgebung verfolgt werden konnte. Wie stark umkämpft das Thema politisch ist, wurde durch die hitzigen – und nicht immer höflichen – Redebeiträge der verschiedenen Fraktionen deutlich. Auch spielerische Elemente wie eine Rallye im Europaviertel brachte Dynamik in das Programm. Auch die tägliche „Sprachanimation“ – eine spielerische Methode, die Kommunikation anregt, hilft Sprachbarrieren zu überwinden und dazu motiviert, die jeweils andere Sprache und Kultur zu entdecken – half, den Austausch zwischen den Teilnehmenden anzuregen. Natürlich durfte auch ein Besuch auf dem berühmten Straßburger Weihnachtsmarkt nicht fehlen! So kannten die Teilnehmenden am Ende der Wochen nicht nur den Unterschied zwischen Europarat, dem Europäischen Rat und dem Rat der EU sondern hatten auch Kougelhof und Flammenkueche gekostet.

Das pädagogische Konzept setzte auf partizipative und nicht-formale Methoden und richtete sich gezielt an Auszubildende, die bislang keine internationalen Mobilitätserfahrungen gesammelt hatten. Im Laufe der Woche entwickelten sich zunehmend gemischte deutsch-französische Gruppen, die auch außerhalb des offiziellen Programms gemeinsam Zeit verbrachten. In gemeinsamen Reflexionsphasen wurde deutlich, dass die Teilnehmenden nicht nur ihr Wissen über Europa vertiefen, sondern auch persönliche, soziale und interkulturelle Kompetenzen stärken konnten. Die Rückmeldungen am Ende des Austauschs fielen insgesamt sehr positiv aus – insbesondere die gute Organisation, die inhaltlichen Impulse und der intensive persönliche Austausch wurden hervorgehoben. Eine Teilnehmerin äußerte abschließend: „Ich wünschte, jeder junge Mensch hätte die Möglichkeit, an einer solchen Woche teilzunehmen.“ Dem können wir uns nur anschließen!

Deutsch-französischer Austausch für Auszubildende in Straßburg

Acht Auszubildende aus Hessen treffen in Straßburg (Frankreich) auf acht französische Azubis aus der Partnerregion Nouvelle-Aquitaine. Gemeinsam verbringen wir eine spannende Woche voller Begegnungen, Austausch und Entdeckungen – mitten im Herzen Europas.

Während der Seminarwoche dreht sich alles um die Frage, was Europa eigentlich mit unserem Alltag zu tun hat und wie junge Menschen die Zukunft Europas aktiv mitgestalten können. Wir besuchen wichtige europäische Institutionen, lernen ihre Aufgaben kennen und erhalten spannende Einblicke in die Welt der europäischen Politik. In Workshops, Diskussionen und anhand interaktiver Methoden werden eigene Ideen und Erfahrungen eingebracht, aktuelle Themen aufgegriffen und gemeinsam überlegt, wie die Stimme junger Menschen in Europa stärker gehört werden kann – zum Beispiel, wenn es um politische Teilhabe oder Wahlen geht.

Außerdem geht es um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich (nicht nur) im Ausbildungssystem. Ob beim gemeinsamen Erkunden von Straßburg, bei Gruppenaktivitäten oder einfach beim Zusammensitzen am Abend – de Bildungsurlaub bietet die Möglichkeit Europa ganz persönlich kennenzulernen und neue Freundschaften über Grenzen hinweg zu knüpfen.

Jetzt anmelden und Teil der Next Generation Europe werden!

In diesem Bildungsurlaub kannst du mal über den (Klinik-)Alltag hinausschauen, die Hafenstadt Hamburg erkunden und neue Ideen und Perspektiven kennenlernen.

In spannenden Workshops, Exkursionen durch Hamburg und im Austausch mit Expert*innen erlebst du, wie Demokratie auch im Arbeitsalltag eine Rolle spielt. Wir sprechen über Mitbestimmung im Betrieb, gewerkschaftliches Engagement und faire Arbeitsbedingungen – und schauen gemeinsam, was das alles mit dir und deinem Beruf zu tun hat.

Neben neuen Perspektiven erwarten dich Gruppenaktivitäten, kreative Methoden, Diskussionen ohne Langeweile und Zeit für Austausch und Spaß.