Politische Bildung braucht und schafft Freiräume für Diskussion, unterschiedliche Perspektiven und gesellschaftliche Auseinandersetzung – sie bewegt sich dabei aber stets auch in einem rechtlichen Rahmen. Welche Verantwortung tragen Bildungsträger und politische Bildner*innen? Was gilt bei Honorartätigkeiten, Haftung und Versicherung, Datenschutz und der Nutzung privater Smartphones? Wie gehen wir mit Fotos, digitalen Tools, Exkursionen oder Grenzverletzungen um? Anhand konkreter Fälle aus dem Bildungsalltag klären wir rechtliche Grundlagen und fragen, wie ein sicherer, diskriminierungssensibler und teilnehmendenorientierter Rahmen für politische Bildung gestaltet werden kann. Rechtliche Rahmenbedingungen sind Teil der professionellen Gestaltung politischer Bildung.
Illustration: KI-generiert mit Canva AI, 2026
Demokratie ist weit mehr, als einmal in vier Jahren zur Wahl zu gehen. Sie ist ein komplexes Gefüge aus Werten, Rechten und Pflichten. Doch was bedeutet Demokratie für mich persönlich – in meinem Alltag? Wie verhalte ich mich, wenn unterschiedliche Standpunkte aufeinandertreffen? Mithilfe der Betzavta-Methode des ‘Adam-Institut for Democracy and Peace’ Jerusalem reflektieren Teilnehmende spielerisch ihre Grundhaltungen und üben interaktiv einen demokratischen und kreativen Umgang mit Konflikten. Das hilft mit Unterschiedlichkeit umzugehen und stärkt Empathie und Toleranz.
In Kooperation mit der DEXT-Fachstelle des Landkreises Marburg-Biedenkopf
Was bedeuten die verschiedenen Label und Siegel auf Lebensmitteln oder Kleidung und welche Kriterien müssen die Produkte jeweils erfüllen? Was bedeutet “fair”, ist “bio” gleich “bio” und was steht für soziale Standards? Wo werden welche Nachhaltigkeitskriterien erfüllt? Der Vortrag bringt Licht in den Label-Dschungel. Anhand eines Warenkorbs mit Produkten vom Discounter bis zum Weltladen lernen wir die unterschiedlichen Siegel und ihre Bedeutung an konkreten Beispielen kennen.
In Kooperation mit dem Weltladen Kirchhain
KI (Künstliche Intelligenz) verändert unseren Alltag – oft unbemerkt, aber tiefgreifend. Von Sprachassistenten über personalisierte Werbung bis hin zu automatisierten Entscheidungen in Medizin, Verkehr und Bildung: KI ist längst Teil unserer Lebenswelt geworden.
Doch wie funktionieren diese Technologien? Welche Chancen bieten sie – und welche Risiken? Wie können wir als Gesellschaft den Umgang mit KI aktiv und verantwortungsbewusst gestalten?
In diesem Seminar beleuchten wir zentrale Fragen rund um die Anwendung von KI im Alltag. Wir stellen aktuelle Innovationen vor und diskutieren deren ethische, soziale und politische Folgen.
Ob im Beruf, im Studium oder im privaten Umfeld – immer häufiger begegnen wir Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Trotz gemeinsamer Sprache entstehen dabei oft Missverständnisse: Erwartungen werden unterschiedlich interpretiert, Feedback anders verstanden oder Arbeitsweisen treffen aufeinander. In diesem praxisnahen Workshop lernen Sie, kulturelle Prägungen in der Kommunikation bewusster wahrzunehmen, besser einzuordnen und konstruktiv damit umzugehen. Ziel ist mehr Sicherheit im interkulturellen Alltag.
In diesem praxisnahen Workshop lernen Sie, kulturelle Prägungen in der Kommunikation, im Zusammenleben und in der Arbeitswelt bewusster wahrzunehmen und besser einzuordnen. Anhand konkreter Situationen, Spielen und Simulationen werden typische Missverständnisse und unterschiedliche Erwartungen beleuchtet. Ziel ist es, mehr Verständnis füreinander zu entwickeln, Missverständnisse zu vermeiden und sicherer im Umgang miteinander zu werden, sei es im Alltag oder im beruflichen Umfeld.
Entwickeln Sie mehr Verständnis für unterschiedliche Perspektiven, kommunizieren Sie sicherer und gewinnen Sie neue Handlungsmöglichkeiten für Alltag und Beruf.
Anmeldungen über vhs Kreis Offenbach; Kursnummer: 262D010701
Vorgestellt werden die Ergebnisse intensiver Quellenforschung in deutschen, britischen, israelischen und amerikanischen Archiven über Orte im Taunus, die im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielten. Die Bauwerke und Infrastruktur dieser Orte sind u. a. durch Zwangsarbeit von Häftlingen aus Konzentrationslagern entstanden. Anhand von konkreten Beispielen wird das menschenverachtende Nazi-Programm der „Vernichtung durch Arbeit“ dar-gestellt.
Im Einzelnen wird berichtet über das KZ-Außenlager „Tannenwald“ neben Schloss Kransberg (Stammlager: Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar/Thüringen), damals als Teil des ehemaligen Führerhauptquartiers „Adlerhorst“ ein Hauptquartier von Himmler und Göring; weiterhin über das KZ-Außenlager Merzhausen auf dem ehemaligen Flugplatz des Führerhaupt-quartiers (SS-Sonderlager/KZ Hinzert im Hunsrück) und über das KZ-Außenlager Hundstadt am Hasselborner Tunnel („Arbeitserziehungslager“ der Gestapo in Frankfurt-Heddernheim).
Anmeldungen nimmt die Volkshochschule Hochtaunus entgegen: Füllerstraße 1, 61440 Oberursel/Ts., Telefon: 06171 / 58 48-0, Telefax: 06171 / 58 48-10, e-mail: info@vhs-hochtaunus.de, Internet: http://www.vhs-hochtaunus.de/.
Veranstalter: „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“, Arbeitsgemeinschaft für politische Bildung im Hochtaunuskreis, gefördert von „Arbeit und Leben Hessen“, in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen Bad Homburg und Hochtaunus.
Unter sachkundiger Führung von Mitgliedern der AG des DGB führt dieser antifaschis-tische Stadtrundgang zu Erinnerungsorten, die lange Zeit kaum beachteten Opfergrup-pen der nationalsozialistischen Verfolgung gewidmet sind. Im Mittelpunkt stehen Men-schen, die nicht in das rassistische und ausgrenzende Weltbild der NS-Diktatur pass-ten und deshalb diskriminiert, entrechtet und verfolgt wurden. Dazu gehörten unter anderem queere Menschen, als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ stigmatisierte Per-sonen sowie Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. Während andere Opfergruppen nach 1945 zunehmend in die öffentliche Erinnerung aufgenom-men wurden, blieben viele dieser Verfolgten über Jahrzehnte hinweg ausgegrenzt. Häufig erhielten sie weder gesellschaftliche Anerkennung noch eine Entschädigung für das erlittene Unrecht. Die Folgen von Ausgrenzung und Diskriminierung wirkten für viele Betroffene weit über das Ende des Nationalsozialismus hinaus fort.
Der Rundgang macht die Schicksale dieser Menschen sichtbar und beleuchtet die Ge-schichte einer lange verdrängten Verfolgung. Er lädt dazu ein, den Blick auf jene Op-fergruppen zu richten, die bis heute oft zu wenig Beachtung finden.
Die Stadtrundgänge werden seit 1979 von der AG Antifaschistischer Stadtrundgang des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Frankfurt am Main angeboten. Die AG besteht seit Anfang der 1960er Jahre und wurde damals von Widerstandskämpfer/innen mitgegründet.
Veranstalter: „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“, Arbeitsgemeinschaft für politische Bildung im Hochtaunuskreis, gefördert von „Arbeit und Leben Hessen“, in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen Bad Homburg und Hochtaunus.
Die unselige Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland war auch geprägt durch das menschenverachtende Nazi-Programm der „Vernichtung durch Arbeit“, dem nach dem Überfall auf die europäischen Nachbarländer Millionen von ausländischen Zwangsarbei-tern, vor allem aber auch die Häftlinge in den Konzentrationslagern ausgeliefert waren. Wenig hingegen ist darüber bekannt, dass im Machtbereich der Nazis zum Ende des Zwei-ten Weltkriegs auch mobile Häftlingskommandos gezielt zur Beseitigung von alliierten Bombenschäden eingesetzt worden sind.
Diesmal wird über neuere Forschungsergebnisse zu einem solchen mobilen „Konzentra-tionslager auf Rädern“ berichtet, der so genannten 12. SS-Eisenbahn-Baubrigade. Die-ses Kommando wurde am 24.12.1944 im KZ Sachsenhausen aufgestellt und bestand aus 504 Häftlingen mit ihren SS-Bewachern. Es wurde zuerst in Kamp am Rhein und danach in Bad Kreuznach stationiert, und anschließend über Mainz und Frankfurt am Main nach Bad Nauheim verlegt. Hier wurde sie am Güterbahnhof Friedberg eingesetzt. Diese 12. SS-Eisenbahn-Baubrigade kam dann im März 1945 auch noch nach Gießen und Großen-Buseck, um auch dort die im Kriegsverlauf durch alliierte Bombenangriffe massiv zerstörten Schienenanlagen wieder notdürftig zu reparieren. Danach wurde sie weiter nach Dresden und Pilsen verlegt, bevor sie kurz vor dem Kriegsende dann endgültig im Außenlager Ebensee des KZ Mauthausen aufgelöst wurde.
Die 12. SS-Eisenbahn-Baubrigade war ein gefährliches, mörderisches KZ-Kommando und hinterließ an vielen ihrer Stationierungs- und Einsatzorte auch eine verräterische Blutspur in Form von Gräbern von Häftlingen, die mangels ausreichender Ernährung an Entkräf-tung starben, von der SS ermordet worden sind oder durch alliierte Bombenabwürfe auf ihre wechselnden Arbeitsplätze getötet wurden.
Referent: Bernd Vorlaeufer-Germer, Regionalhistoriker aus Bad Homburg v. d. Höhe
Anmeldungen nimmt die die Volkshochschule Bad Homburg entgegen: Telefon: 06172 / 230 06, eMail: info@vhs-badhom-burg.de.
Veranstalter: „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“, gefördert von „Arbeit und Leben Hessen“, in Zusammenarbeit mit den beiden Volkshochschulen in Bad Homburg v. d. Höhe und Oberursel/Ts.
Wer etwas schreibt, teilt etwas mit – bewusst und unbewusst. Wer etwas liest, nimmt etwas auf – bewusst und unbewusst. In literarischen Texten finden sich Informationen über Personen, persönliche Beziehungen, Regeln von Beziehungen und über sogenannte Strukturen, innerhalb derer sich Menschen verhalten. Leser*innen nehmen nun nicht eins zu eins auf, was in Texten vermittelt werden kann, sondern nur das, was sie selbst als Wahrnehmungsmuster besitzen. Diese wirken als Filter. Diese sind von Interesse für die Analyse unserer Gesellschaft. Grundlage der Veranstaltung ist ein zweibändiges Werk, in dem etwa 140 Texte von fast 100 Autor*innen versammelt sind.