1945 – 2025: Dieses Jahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal.
Die Kriegschronik der Stadt Alsfeld ist ein Buch mit handschriftlichen Eintragungen, Erfahrungsberichten von Alsfelder Bürgerinnen und Bürgern, Original-Zeitungsausschnitten, Flugblättern und Fotos, begonnen und geführt vom ehemaligen Lehrer und Stadtarchivar Karl Dotter, nach dessen Tod 1940 fortgeführt vom ehemaligen Bürgermeister Dr. Karl Völsing. Wie erlebten die Menschen die sechs Jahre Krieg in Alsfeld? Was beschäftigte sie und was haben sie mitbekommen?
Gemeinsam mit Dr. Monika Hölscher wollen wir die historischen Ereignisse in und um Alsfeld herum zusammenstellen und einordnen. Im Anschluss an den Vortrag wird es Raum für Fragen und Diskussionen geben.
Eine Veranstaltung der Regionalen AG Arbeit und Leben Vogelsbergkreis gefördert von Arbeit und Leben Hessen gGmbH.
Im Frühjahr 2025 wurden durch die hessische Landesregierung Änderungen in der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) vorgenommen. Dabei wurde der Ausschlusskatalog für Bürgerbegehren verkürzt.
Welche Konsequenzen hat das auf die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger in Hessen auf Landes- und Gemeindeebene? Wie steht es um den Status Quo von Beteiligung und Partizipation?
Matthias Klarebach von Mehr Demokratie e.V. wird uns einen Überblick zu den Änderungen in der HGO geben und erörtern, ob und inwiefern sich die Beteiligungsmöglichkeiten in Hessen verändern.
Eine Veranstaltung der Regionalen AG Arbeit und Leben Vogelsbergkreis gefördert von Arbeit und Leben Hessen gGmbH.
Bosnien-Herzegowina – ein Land zwischen Geschichte, kultureller Vielfalt und unberührter Natur, dem wir uns in diesem Bildungsurlaub anhand dieser vier Themen annähern wollen:
Das erste Thema setzt sich mit dem Spannungsfeld von Nationalismus/Separatismus und dem Streben nach Demokratie und Aussöhnung nach dem Krieg der 90er Jahre auseinander. Der Krieg von 1992 bis 1995 hatte zehntausenden Menschen – darunter viele Zivilisten – das Leben gekostet. Geplant sind Gespräche mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Politiker*innen und Besuche von Orten der Massaker.
Der zweite Schwerpunkt ist die Flüchtlingspolitik in und um Bosnien-Herzegowina, über das in den vergangenen Jahren viele Flüchtlinge in die EU gelangen woll(t)en. Vorgesehen sind Gespräche mit NGOs, die dieses Thema politisch behandeln und Kontakte in die Flüchtlingscamps haben.
Als dritten Punkt werden wir die ökonomische Entwicklung in unser Blickfeld nehmen. Hierbei geht es um die nach dem Krieg einsetzende Deindustrialisierung, neue Megainvestitionsprojekte und die Rechte von Arbeiter*innen. Hierzu werden Gespräche mit Gewerkschaften in Sarajevo und vor allem in der Industriestadt Tuzla geführt.
Die Umweltzerstörung und Vertreibung von Menschen durch Bergbau und vor allem Wasserkraftwerke werden den vierten Schwerpunkt bilden. Gespräche mit Betroffenen in ihren Orten, wo sie sich gegen geplante Wasserkraftwerkprojekte wehren, und den sie unterstützenden NGOs in Banja Luka und Sarajevo sind in Vorbereitung. Auch Gewerkschaften arbeiten zu vergifteten Landschaften und erhöhten Krebsfällen. Darüber wollen wir uns in unseren Gesprächen mit ihnen austauschen.
Politische Bildung machen. Du möchtest dein politisches Interesse mit pädagogischen Fähigkeiten verbinden? Selbst Seminare oder Workshops leiten und junge Menschen für politische Themen begeistern?
Im zweiten Teil gehen wir einen Schritt weiter: Wie gestalte ich ein interaktives und spannendes Seminar? Hier entwickelst du dein eigenes Seminarkonzept – von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Dabei erlernst du didaktische Grundprinzipien und theoretische Grundlegungen der Politischen Bildungsarbeit, Gruppenprozesse und Gruppendynamiken und das Erstellen eines Seminars mit der ZIM-Struktur. Abschließend werden die Möglichkeiten und Grenzen der Politischen Bildung diskutiert.
Inhalte der Fortbildung
- Didaktische Grundlagen, Ziele und Rahmenbedingungen der politischen Bildungsarbeit
- Moderations- und Präsentationstechniken
- Gruppen pädagogisch anleiten
- Methoden kennenlernen und praktisch erproben
- Einführung in die Seminarkonzeption mit der ZIM-Struktur (Ziel – Inhalt – Methode)
Für wen ist die Fortbildung gedacht?
- Einsteiger*innen in die politische Bildung
- (zukünftige) Teamer*innen und Referent*innen
- Ehren- und nebenamtliche Mitarbeiter*innen
Hier geht es zu Teil 1 der Reihe.
Politische Bildung machen. Du möchtest dein politisches Interesse mit pädagogischen Fähigkeiten verbinden? Selbst Seminare oder Workshops leiten und junge Menschen für politische Themen begeistern?
Im ersten Teil der Fortbildung beschäftigen wir uns mit der Geschichte und den Rahmenbedingungen der politischen Bildung. Im Fokus steht die praktische Erprobung von Methoden zu zentralen Themen der politischen Jugendbildung sowie die Grundlagen der Moderation bei der Anleitung von Gruppen. Auch Warm-ups (WUPs), Teamarbeit und professionelles Feedback sind zentrale Bestandteile des ersten Seminarblocks.
Inhalte der Fortbildung
- Didaktische Grundlagen, Ziele und Rahmenbedingungen der politischen Bildungsarbeit
- Moderations- und Präsentationstechniken
- Gruppen pädagogisch anleiten
- Methoden kennenlernen und praktisch erproben
- Einführung in die Seminarkonzeption mit der ZIM-Struktur (Ziel – Inhalt – Methode)
Für wen ist die Fortbildung gedacht?
- Einsteiger*innen in die politische Bildung
- (zukünftige) Teamer*innen und Referent*innen
- Ehren- und nebenamtliche Mitarbeiter*innen
Hier geht es zu Teil 2 der Reihe.
Frauen in Bewegung e.V. wird dieses Jahr zum ersten Mal einen Bildungsurlaub für Frauen zum Thema Feminismus und Selbstbehauptung anbieten!
Von Montag, 25. bis Freitag 29. August 2025 erwarten euch fünf Tage lang ein spannendes und bewegungsreiches Programm:
- Einblick in die Anfänge der Frauenbewegung
- Empowerment Selbstverteidigung
- feministische Selbstbehauptung und ihre Auswirkungen auf Frauen und Mädchen
- viele Trainings von Einsteigerinnen-Lapunti bis Fortgeschrittenen-Taekwonmoodo zum individuellen Auswählen
Ob Neueinsteigerinnen oder längst erfahrene Kampfkünstlerin, für jede Frau ist etwas dabei und eine wunderbare Möglichkeit sich weiterzubilden.
Die Machtübernahme an die Nationalsozialisten 1933 veränderte grundlegend auch die deutsche Sportlandschaft: bereits Anfang Mai wurden die Vereine und der Verband des Arbeitersports verboten, Plätze, Hallen, Sportgeräte vereinnahmt, widerständige Mitglieder verfolgt. Genauso schnell schlossen Verbände und Vereine aller Turn- und Sportarten ihre jüdischen Mitglieder und Funktionäre aus; die vorher relativ kleinen jüdischen Sportvereine bauten völlig neue Strukturen auf.
Der geplante Bildungsurlaub vermittelt Historie und Aufarbeitung an den Beispielen Eintracht Frankfurt und den jüdischen Vereinen Bar Kochba Frankfurt und TSV Schild Frankfurt. Ziel darüber hinaus ist es, Interesse für eigene Recherchen und Forschung zu wecken und gemeinsam eine Quellensammlung zu erarbeiten.
Gerne können hierfür vorab mit der Anmeldung eigene Vereinsmitgliedschaften wie auch Verweise auf Chroniken und Festschriften angegeben werden.
Nedim Türfent ist ein kurdischer Journalist aus der Türkei. Er war über sechs Jahre in der Türkei im Gefängnis, nachdem er über die Misshandlung kurdischer Bauarbeiter durch die Polizei berichtete.
Die kurdische Nachrichtenagentur Dicle Haber Ajansı, für die er gearbeitet hatte, wurde 2016 verboten.
2022 erschien “Über Mauern – Gedichte und Texte eines Journalisten im Gefängnis” mit Texten von Nedim Türfent.
Der Sänger, Hörbuchsprecher und Philosoph Sven Görtz liest einige dieser Texte und führt das Gespräch mit NedimTürfent.
Zur Reihe „Worte in Ketten“:
Das freie Wort ist ein Menschenrecht. Doch nicht überall auf der Welt. In einer wachsenden Zahl von Diktaturen und autokratischen Staaten werden systematisch Menschen unterdrückt, ja teils mit dem Tode bedroht, die es wagen, öffentlich Kritik zu üben oder einfach nur das zu tun, was ihre Arbeit ist – Schreiben. Sei es als Journalist und Blogger, als Dichter, Dramatiker und Schriftsteller. Das wirft eine drängende globale Frage auf: Wie können wir, die wir in einem Rechtsstaat leben, diesen Menschen Hilfe und Unterstützung sein?
Eine Antwort lautet: Indem wir die verfolgten Autoren der Anonymität entreißen und ihren Texten Gehör verschaffen. Das ist, neben der Freude an guter und ansprechender Literatur, Kerngedanke der Veranstaltung.
Hessische Gemeindeordnung – Was bedeutet die Erweiterung des Themenausschlusskataloges für die hessischen Bürgerbegehren und für unsere Demokratie?
Herr Klarebach von Mehr Demokratie e.V. gewährt uns einen Einblick in die Änderungen des HGO und erörtert, welche Konsequenzen diese für das Mitbestimmungsrecht auf Gemeindeebene für die Bürgerinnen und Bürger haben können.
Anschließend wird es eine Diskussions- und Fragerunde geben.
Eine Veranstaltung der Regionalen AG Arbeit und Leben Vogelsbergkreis gefördert von Arbeit und Leben Hessen gGmbH.
Frauen haben heute oft einen guten bis sehr guten Bildungsstand und streben berufliches Fortkommen an.
Dieses Seminar bietet Ihnen die Möglichkeit, sich über Ihre Rechte und Pflichten im Arbeitsverhältnis zu informieren und sich mit anderen Frauen auszutauschen.
Themen des Seminars:
– Grundlagen des Arbeitsrechts
– Arbeitsvertrag- was soll und was darf drinstehen?
– Teilzeit oder nicht?
– Direktionsrecht: Was darf der Chef? Was schränkt das Direktionsrecht ein?
– Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Recht auf Abfindung?
Wir räumen mit Gerüchten auf.
Zu Beginn des Seminares gibt es zudem die Möglichkeit persönliche Interessensschwerpunkte zu
benennen.
Dieses Seminar zielt darauf ab, Frauen zu befähigen, selbstbewusst und erfolgreich
Gehaltsverhandlungen zu führen.
Themen des Seminars:
– Einführung in die Gehaltsverhandlung: Neu im Job oder Berufserfahrene: Warum
Gehaltsverhandlungen wichtig sind und welche Herausforderungen Frauen dabei häufig
begegnen.
– Vorbereitung auf die Verhandlung: Wie man sich optimal auf eine Gehaltsverhandlung
vorbereitet, inklusive Recherche und Argumentationsstrategien.
– Ausstiegszenarien: Wenn sich der Chef nicht bewegt.
Zu Beginn des Seminares gibt es zudem die Möglichkeit persönliche Interessensschwerpunkte zu
benennen.
Ein Blick auf NS-Geschichte – aber nicht historisierend.
Zu Fuß erkunden wir Geschichte(n) der Verfolgung und des Widerstands während des Nationalsozialismus, lernen Orte und Biografien kennen. Im Fokus stehen der Frankfurter Innenstadtbereich oder das Frankfurter Ostend im weiteren Kontext Frankfurter Stadtgeschichte.
Wir möchten den Blick weiten. Denn für uns beginnt die Auseinandersetzung mit NS-Geschichte nicht 1933 und sie endet schon gar nicht 1945. Wir fragen nach Voraussetzungen und Kontinuitäten in Staat und Zivilgesellschaft. Wir laden dazu ein, Geschichte danach zu befragen, wie sie unser heutiges Denken und Handeln informieren kann – denn Antifaschismus ist für uns nicht nur das Bewusstsein über die Geschichte, sondern auch die Aufgabe, in der Gegenwart für eine bessere Zukunft zu streiten.