Die Menschen in beiden Teilen Irlands waren und sind immer wieder dramatischem Wandel ausgesetzt. Einst britische Kolonie war die Republik Irland seit den 1990er Jahren bis zum Jahre 2007 das Vorzeigeland für eine erfolgreiche „nachholende“ Entwicklung („Celtic Tiger“). Nach 2012 wurde sie gelobt als Musterbeispiel für gelingenden Schuldenabbau. Selbst nach der Covid‐Krise erholte sich die irische Wirtschaft ungemein schnell. Mit diesen Prozessen gingen aber auch dramatische Veränderungen im gesellschaftlichen Gefüge Irlands (und Nordirlands) einher.
Mit einer Bestandsaufnahme aus kultureller, politischer und wirtschaftlicher Sicht, wollen wir, gut 60 Jahre nach dem berühmten “Irischen Tagebuch” von Heinrich Böll, einen kritisch-historischen Blick werfen auf die „grüne Insel“ Irland, auch unter Berücksichtigung jüngerer und jüngster globaler Verschiebungen. Auch der Nordirlandkonflikt, v.a. aber auch der nordirische Friedensprozess („Good Friday Agreement “ von 1998), sollen betrachtet werden. Kann Letzterer gar als eine Art Blaupause für Konfliktlösungen in anderen Krisengebieten dienen?
Im Anschluss steht der Referent, Studien- und Programmleiter des Europäischen Bildungs- und Begegnungszentrums Irland, für Fragen und Diskussion zur Verfügung.
Eine Veranstaltung der Regionalen AG Arbeit und Leben Vogelsbergkreis gefördert von Arbeit und Leben Hessen gGmbH.
Zustand unserer Demokratie – Fragen und Stand der Politikwissenschaften
Muss unsere Demokratie neu gestaltet werden? Studien zum Zustand unserer Demokratie füllen im Moment Bibliotheken und bestimmen den medialen Diskurs.
Doch was verstehen wir unter “Demokratie”? Was macht sie aus? Und warum und wie ist sie in Gefahr?
Mit Matthias Klarebach von Mehr Demokratie e.V. wollen wir den Stand in den Politikwissenschaften rund um den Zustand unserer Demokratie erforschen und anschließend über Handlungsmöglichkeiten ins Gespräch kommen.
Eine Veranstaltung der Regionalen AG Arbeit und Leben Vogelsbergkreis gefördert von Arbeit und Leben Hessen gGmbH.
1945 – 2025: Dieses Jahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal.
Die Kriegschronik der Stadt Alsfeld ist ein Buch mit handschriftlichen Eintragungen, Erfahrungsberichten von Alsfelder Bürgerinnen und Bürgern, Original-Zeitungsausschnitten, Flugblättern und Fotos, begonnen und geführt vom ehemaligen Lehrer und Stadtarchivar Karl Dotter, nach dessen Tod 1940 fortgeführt vom ehemaligen Bürgermeister Dr. Karl Völsing. Wie erlebten die Menschen die sechs Jahre Krieg in Alsfeld? Was beschäftigte sie und was haben sie mitbekommen?
Gemeinsam mit Dr. Monika Hölscher wollen wir die historischen Ereignisse in und um Alsfeld herum zusammenstellen und einordnen. Im Anschluss an den Vortrag wird es Raum für Fragen und Diskussionen geben.
Eine Veranstaltung der Regionalen AG Arbeit und Leben Vogelsbergkreis gefördert von Arbeit und Leben Hessen gGmbH.
Die Frauenselbstverteidigungs- und Kampfkunstschule und Frauen in Bewegung e.V. werden wieder einen Bildungsurlaub für Frauen zum Thema Feminismus und Selbstbehauptung anbieten!
Von Montag, 17. bis Freitag 21. August 2026 erwarten euch fünf Tage lang ein spannendes und bewegungsreiches Programm:
- Einblick in die Anfänge der Frauenbewegung
- Empowerment Selbstverteidigung
- feministische Selbstbehauptung und ihre Auswirkungen auf Frauen und Mädchen
- viele Trainings von Einsteigerinnen-Lapunti bis Fortgeschrittenen-Taekwonmoodo zum individuellen Auswählen
In diesem Bildungsurlaub wird die wechselseitige Beziehung zwischen Film und Gesellschaft untersucht. Filme spiegeln nicht nur gesellschaftliche Verhältnisse wider, sondern prägen und verändern diese auch.
Dabei betrachten wir die Entwicklung der Kinematographie von den ersten bewegten Bildern bis hin zum modernen Digitalfilm, 3D-Kino und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Das Kino als sozialer Ort steht ebenso im Fokus wie die Rolle von Film als Transportmittel gesellschaftlicher Leitbilder. Weitere Themen sind die Manipulation der filmischen Wahrnehmung, der Einsatz von Film in der Propaganda sowie die Veränderungen durch Streaming-Dienste und soziale Netzwerke wie Netflix, TikTok und Instagram. Auch die Auswirkungen der zunehmenden Nutzung von KI auf die Filmindustrie werden beleuchtet.
Welche Auswirkungen hat die Privatisierung auf die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems?
Haben wirklich alle Menschen in Deutschland gleichermaßen Zugang zu medizinischer Versorgung? Durch welche Praktiken, Initiativen und Angebote wird bereits jetzt versucht den Missständen entgegenzuwirken und Alternativen zu entwickeln?
Viele Menschen sind auch in Deutschland von der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen. Mit den Privatversicherungen besteht ein Zweiklassensystem und in vielen Kliniken streiken seit Jahren immer wieder die Mitarbeitenden. Mit Blick auf die Zukunft, aber auch mit Bezug zur Gegenwart wird von einem Pflegenotstand gesprochen. Es gibt also viele Baustellen im deutschen Gesundheitssystem. Und vor allem ist klar: Gesundheit ist politisch!
In dem Bildungsurlaub lernen wir mehr über die Grundlagen und die Geschichte des deutschen Gesundheitssystem, wie sich dieses historisch entwickelt hat und wie sich die aktuelle Gesetzeslage auf die Gesundheitsversorgung auswirkt. Dabei geht es neben der Ökonomisierung des Gesundheitssystems und deren Folgen auf die Arbeitsbedingungen auch um Diskriminierung in und Ausschlüsse aus dem System. Hier steht immer wieder die Frage im Zentrum, wie Armut, Geschlecht, Rassismus im Zusammenhang mit einer „guten“ Gesundheitsversorgung stehen.
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MediNetz FrankfurtOffenbach